Jahr: 2000

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Tätigkeiten

Die ARGE Nister betreibt die praktische und ideelle Förderung des Programms LACHS 2020. An der Nister wird mit Erfolg der ehemals heimische Atlantische Lachs wiedereingebürgert.

Das Projekt ist Teil des im europäischen Rahmen durchgeführten Projekts LACHS 2020 (vorher LACHS 2000). Die Nister ist das erste rheinland-pfälzische Gewässer, in dem wieder eine natürliche Vermehrung des Lachses nachgewiesen werden konnte.

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Foto:  Susi  und Manfred Fetthauer (1. Vorsitzender der ARGE Nister) mit einem Nisterlachs

Die ARGE Nister betreibt die Vermittlung zwischen Gruppen mit unterschiedlichen Nutzungsinteressen (Landwirte, Angler, Kanuten, Wanderer, Grundbesitzer etc.)

Die ARGE Nister betreibt die Bepflanzung von Uferbereichen mit heimischen Pflanzen und die Sicherung der Ufer mit Ufergehölzen. Zur Einrichtung von Uferschutzstreifen zur Vermeidung von Viehtritt und zur Schaffung einer Pufferzone zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen werden die örtlichen Landwirte kontaktiert, um gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zum Schutze der Anpflanzungen wird der Bisambestand reguliert und das Massenaufkommen nichtheimischer Pflanzen (Neophyten) bekämpft.

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Foto: Renaturierung der Wied im oberen Wiedtal

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Foto: Krebshabitat in der Nister

Die ARGE Nister betreibt Habitatverbesserungen wie das Anlegen von Biotopen, die Anbindung von Altarmen und Gräben sowie das Einbringen von Strukturelementen (Störsteine) zur Erhöhung der Strömungsdiversität und des Deckungsangebotes für Fische.

Die ARGE Nister betreibt Koordinierung und Optimierung von Besatzmaßnahmen zum Aufbau eines naturnahen Fischbestandes. Hierzu zählt auch der Betrieb zweier in Eigeniniative errichteter Bruthäuser für die Erbrütung von heimischen Forelleneiern und Lachseiern. Die Errichtung wurde mit Landesmitteln gefördert. Die Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Fischartengemeinschaft beinhaltet auch eine vorsichtige und wissenschaftlich begründete Besatzpolitik, in der ausschließlich heimische Fischarten gefördert werden.

Weiterhin beteiligt sich die ARGE Nister an Bestandserfassungen mittels Elektrofischerei, die im Rahmen des Lachsprogramms und des Kormoranmonitorings durchgeführt werden.

Die ARGE Nister betreibt Gewässerüberwachung zur Abwendung von Schadensereignissen jeder Art. Hierfür wurde ein Meldesystem eingerichtet, mit dem Einleitungen rasch erfasst werden und die zuständigen Stellen informiert werden können.

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Foto: Treibgutabweiser in der Nister

Aber auch die Einhaltung bestehender Vorschriften für die Wasserkraftwerksbetreiber, wie die erlaubten bautechnischen Gegebenheiten und die zu gewährleistenden Restwassermengen, gehören zu diesem Aufgabenbereich.

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Die Ziele der ARGE Nister / Obere Wied e.V.

Die Renaturierung der Großen Nister und der Aufbau einer ökologisch hochwertigen Artengemeinschaft sind das vorrangige Ziel der ARGE Nister. Die ehemals vorhandene Flora und Fauna soll insgesamt wieder hergestellt werden. Die formulierten Ziele werden in enger Abstimmung mit der Wasserwirtschaft (Staaliches Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft; Montabaur), der Bezirksregierung Koblenz (Obere Fischereibehörde und obere Landespflegebehörde), der Verbandsgemeinde Hachenburg, den Kreisverwaltungen Westerwald und Altenkirchen sowie diversen Anliegergemeinden und Forstämtern verfolgt.

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Dem Gewässer soll mehr Raum gegeben werden, damit sich die Gewässerdynamik wieder entfalten kann. Unterschiedliche Habitate innerhalb der Aue müssen vernetzt werden. Weiterhin ist die hindernisfreie Durchwanderbarkeit für Fische und Kleinlebewesen innerhalb des Gewässersystems, also die lineare Durchgängigkeit, ein wichtiges Entwicklungsziel.

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Ein weiteres Ziel der ARGE Nister ist die Verbesserung der Gewässergüte.

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Selbstverständnis

Die Tätigkeit der ARGE Nister folgt dem Gedanken, dass nur eine ökologische Aufwertung des gesamten Ökosystems eine nachhaltige Verbesserung erbringt. Deshalb versteht sich der Verein als Naturschutzorganisation.

1997 als Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Nister gegründet, ist die ARGE eine Organisation ehrenamtlich engagierter Pächter und anderer Privatpersonen. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die Reinhaltung und naturnahe Entwicklung der Nister, einem malerischen und ökologisch hochwertigen Flüßchen im Westerwald, zu erhalten und zu fördern.

In den Wirkungsbereich integriert sind auch die Nebengewässer der Nister wie Kleine Nister, Schwarze Nister und Hornister. Die ARGE Nister hat hier für über 45 km Gewässerverlauf die Patenschaft übernommen, seit 2004 gehört auch der obere Teil der Wied dazu.

Damit sieht sich die Organisation in Einklang mit landespolitischen Aktivitäten wie der “Aktion Blau” des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz, den Bemühungen der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), den Atlantischen Lachs wieder im Rheinsystem einzubürgern, und den Forderungen der anerkannnten Naturschutzverbände, den Vernetzungsgedanken im Naturschutz zu berücksichtigen.

Dabei stehen nicht eigene Nutzungsinteressen im Vordergrund, sondern das Bewusstsein, für den Erhalt dieses einzigartigen Gewässersystems sowie für dessen ökologische Rehabilitierung Verantwortung übernehmen zu müssen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten, den Kommunen, dem Land, dem Bund, Naturschutz- und Gewässerschutzverbänden sowie Fachleuten aus der ganzen Welt engagieren sich die Mitglieder aktiv für den Erhalt der Nister als Lebensraum für Tier, Mensch und Pflanzen.

Entsprechend weit gefächert sind die Tätigkeiten der Arge Nister / Obere Wied e.V.

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Aufgaben der ARGE Nister

Die ARGE Nister betreibt die praktische und ideelle Förderung des Programms LACHS 2000.

An der Nister wird mit Erfolg der ehemals heimische Atlantische Lachs wiedereingebürgert.
Das Projekt ist Teil des im europäischen Rahmen durchgeführten Projekts LACHS 2000 und zeigt erste Erfolge. Die Nister ist das erste rheinland-pfälzische Gewässer, in dem wieder eine natürliche Vermehrung des Lachses nachgewiesen werden konnte!

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Foto: Susi und Manfred Fetthauer (1. Vorsitzender der ARGE Nister) mit einem Nisterlachs

Die ARGE Nister betreibt die Vermittlung zwischen Gruppen mit unterschiedlichen Nutzungsinteressen (Landwirte, Angler, Kanuten, Wanderer, Grundbesitzer etc.)

Die ARGE Nister betreibt die Bepflanzung von Uferbereichen mit heimischen Pflanzen und die Sicherung der Ufer mit Ufergehölzen. Zur Einrichtung von Uferschutzstreifen zur Vermeidung von Viehtritt und zur Schaffung einer Pufferzone zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen werden die örtlichen Landwirte kontaktiert, um gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zum Schutze der Anpflanzungen wird der Bisambestand reguliert und das Massenaufkommen nichtheimischer Pflanzen (Neophyten) bekämpft.

Die ARGE Nister betreibt Habitatverbesserungen wie das Anlegen von Biotopen, die Anbindung von Altarmen und Gräben sowie das Einbringen von Strukturelementen (Störsteine) zur Erhöhung der Strömungsdiversität und des Deckungsangebotes für Fische.

Die ARGE Nister betreibt Koordinierung und Optimierung von Besatzmaßnahmen zum Aufbau eines naturnahen Fischbestandes. Hierzu zählt auch der Betrieb zweier in Eigeniniative errichteter Bruthäuser für die Erbrütung von heimischen Forelleneiern und Lachseiern. Die Errichtung wurde mit Landesmitteln gefördert. Die Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Fischartengemeinschaft beinhaltet auch eine vorsichtige und wissenschaftlich begründete Besatzpolitik, in der ausschließlich heimische Fischarten gefördert werden. Weiterhin beteiligt sich die ARGE Nister an Bestandserfassungen mittels Elektrofischerei, die im Rahmen des Lachsprogramms und des Kormoranmonitorings durchgeführt werden.

Die ARGE Nister betreibt Gewässerüberwachung zur Abwendung von Schadensereignissen jeder Art. Hierfür wurde ein Meldesystem eingerichtet, mit dem Einleitungen rasch erfasst werden und die zuständigen Stellen informiert werden können. Aber auch die Einhaltung bestehender Vorschriften für die Wasserkraftwerksbetreiber, wie die erlaubten bautechnischen Gegebenheiten und die zu gewährleistenden Restwassermengen, gehören zu diesem Aufgabenbereich.

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Foto: Treibgutabweiser in der Nister