Alle Artikel in: Aufgaben

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Zum dritten Mal motivierte Teilnehmende

31 motivierte und interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen heute, am zweiten Tag des dritten Gewässerseminar der Uni Koblenz-Landau, Stein-Wingert. Zum Teil waren sie weit gefahren, um hier in die Grundlagen und Details der mittelgebirgischen Fließgewässerökologie eingeweiht zu werden. Den weitesten Anfahrtsweg hatte wahrscheinlich der Teilnehmer von der Naturschutzstation Wattenmeer in Norderney.

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Der milde April-Tag begrüßte seine Gäste schon morgens mit strahlendem Sonnenschein. Nach dem Einstiegstag im Labor der Koblenzer Hochschule unter der Leitung von Dr. Carola Winkelmann stand nun Gewässerpraxis an der frischen Luft auf dem Programm. Nach dem Besuch in der Anlage in der Stein-Wingerter Au, wo Manfred Fetthauer Naseneier präsentierte und die schwierige Aufzucht der Jungnasen skizzierte, ging es an die Steinerne Brücke.

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Bis Mittag lernte die Gruppe sieben der neun versprochenen Fischarten kennen, darunter die Ukelei, die Groppe und den Döbel. Lebensweise, bevorzugte Nahrung und die jeweilige Aufgabe  im Ökosystem wurden besprochen. Verpflegt wurden die Gewässerfachleute über den Tag aufs Köstlichste von Resi Fetthauer im Dorfgemeinschaftshaus in Stein-Wingert.

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Zu Gast war wieder einmal das SWR-Fernsehen. Wer heute (04.04.2017) liest, findet sicher einen kleinen Beitrag ab morgen Mittag in SWR RLP aktuell.

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Beitrag von 2011 bestätigt Thesen

Seit Jahren weist die ARGE Nister, allen voran Manfred Fetthauer, auf die Selbstreinigungskraft des Flusses und deren Störfaktoren hin. In seinem Beitrag „Die Selbstreinigungskraft der Fließgewässer – eine vergessene Funktion?!“ von April 2011 kommt Dr. Werner Bauer vom Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg zu den gleichen Schlüssen. Was Dr. Bauer schon 2011 beschreibt, ist mittlerweise an vielen Gewässern in Deutschland Wirklichkeit geworden – mit allen beschriebenen Folgen.

Seite 1 des Beitrags finden Sie unter Bauer 1, Seite 2 unter Bauer2.

Veröffentlicht mit der Erlaubnis von Dr. Werner Bauer und dem Verband Bayerischer Berufsfischer e.V. in seiner Zeitschrift „Fischer & Teichwirt“, Nürnberg, Ausgabe 04/2011.

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Fernsehbeitrag im SWR

Einen Wetterreport zur Nister sendete der SWR Rheinland-Pfalz in seiner Abendsendung am 23. Februar 2016 um 18.30 Uhr. Bis zum 01. März ist der Beitrag hier zu sehen und steht dort zum Download bereit.

In dem Beitrag geht es um die Nasen in der Nister. In den eineinhalb Minuten beschäftigen sich die Autoren mit dem ökologischen Gleichgewicht, während Manfred Fetthauer kleine Nasen zeigt und deren Aufgabe im Fluss erklärt.

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Neues Buch von Albert Lerner

Sein neues Bilderbuch „Betty und der alte Theo“ mit einem Frosch als Titelheld stellte Arge-Mitglied Albert-Ulrich Lerner nun in der Westerwälder Zeitung vor. Wie wichtig Frösche für das Ökosystem Nister sind, erfahren so schon die Kleinsten – wie Enkel Tristan, der den aus Müschenbach stammenden Medziner zum Schreiben animiert hatte.

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30. Juni 2015, 18.15 Uhr: Arbeit der Arge Nister im SWR-Fernsehen

Am Dienstag, 30. Juni 2015 zeigte das SWR-Fernsehen um 18.15 Uhr in seiner Sendung „natürlich!“ einen Beitrag über die Arbeit der ARGE Nister. Dafür begleiteten Moderator Axel Weiss und sein Team einen Tag lang eine große Kontrollbefischung an der Nister in Stein-Wingert.

PS: Einen weiteren kleinen Einblick gab der SWR-Beitrag aus der SWR Rheinlandpfalz-Landesschau vom 18. Juni 2015.

Forellen 2014 bevölkern Nister


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Zufrieden beobachteten Manfred Fetthauer und Maja Wagener, wie sich die kleinen Bachforellen in die Strömung der Nister stellten.
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Eimerweise hatten sie die Jungfische an dem sonnigen Apriltag an verschiedenen Stellen und Rauschen in den kleinen Westerwälder Fluss eingesetzt. Nach all den Monaten der Hege und Pflege war das ein besonderer Moment. Denn nur, wenn sich die Bachforellen sofort im Bachbett verteilen, sich hinter Steinen verbergen und in die Strömung stellen, haben sie gute Voraussetzungen für das Leben in Freiheit. Die etwa drei Zentimeter großen Jungfische passten sich sofort an.

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Etwa 2000 Fische verteilten die beiden an diesem Tag. Weitere Bachforellen wurden von den Pächtern weiterer Nisterabschnitte abgeholt und ausgesetzt. Auch in Fließgewässern in Westerburg und Weyerbusch leben nun Burbacher Forellen. In den kommenden Wochen werden bis auf etwa 1000 Forellen alle in die Nister und ihre Nebengewässer eingesetzt. Die restlichen Bachforellen dienen als Wirte für die Glochidien der Flusspermuscheln, die auch in diesem Jahr wieder gewonnen werden.

Besuch von Gabi Weber

Als Gabi Weber, Mitglied des Bundestags, auf ihrer Wahlkampftour die Anlage der ARGE Nister in Stein-Wingert besuchte, zeigte sie sich interessiert an den Einzelheiten der Glochidiengewinnung. Sie stellte einige Fragen und sah selbst durchs Binokular.
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Manfred Fetthauer unterfütterte bei seinem Vortrag die Muschelaktion mit Informationen rund um das Ökosystem der Nister. Von den Auswirkungen, die der Kormoran offensichtlich auf dessen Gleichgewicht hat, war die engagierte Westerwälder Politikerin erstaunt und erschreckt: „Für mich war der Kormoran bisher einfach ein Vogel. Dass er so große Wirkung hat, war mir nicht klar.“, so Weber.
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Aufgaben der ARGE Nister

Die ARGE Nister betreibt die praktische und ideelle Förderung des Programms LACHS 2000.

An der Nister wird mit Erfolg der ehemals heimische Atlantische Lachs wiedereingebürgert.
Das Projekt ist Teil des im europäischen Rahmen durchgeführten Projekts LACHS 2000 und zeigt erste Erfolge. Die Nister ist das erste rheinland-pfälzische Gewässer, in dem wieder eine natürliche Vermehrung des Lachses nachgewiesen werden konnte!

Foto: Susi und Manfred Fetthauer (1. Vorsitzender der ARGE Nister) mit einem Nisterlachs

Die ARGE Nister betreibt die Vermittlung zwischen Gruppen mit unterschiedlichen Nutzungsinteressen (Landwirte, Angler, Kanuten, Wanderer, Grundbesitzer etc.)

Die ARGE Nister betreibt die Bepflanzung von Uferbereichen mit heimischen Pflanzen und die Sicherung der Ufer mit Ufergehölzen. Zur Einrichtung von Uferschutzstreifen zur Vermeidung von Viehtritt und zur Schaffung einer Pufferzone zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen werden die örtlichen Landwirte kontaktiert, um gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zum Schutze der Anpflanzungen wird der Bisambestand reguliert und das Massenaufkommen nichtheimischer Pflanzen (Neophyten) bekämpft.

Foto: Renaturierung der Wied im oberen Wiedtal

Die ARGE Nister betreibt Habitatverbesserungen wie das Anlegen von Biotopen, die Anbindung von Altarmen und Gräben sowie das Einbringen von Strukturelementen (Störsteine) zur Erhöhung der Strömungsdiversität und des Deckungsangebotes für Fische.

Foto rechts: Krebshabitat in der Nister

Die ARGE Nister betreibt Koordinierung und Optimierung von Besatzmaßnahmen zum Aufbau eines naturnahen Fischbestandes. Hierzu zählt auch der Betrieb zweier in Eigeniniative errichteter Bruthäuser für die Erbrütung von heimischen Forelleneiern und Lachseiern. Die Errichtung wurde mit Landesmitteln gefördert. Die Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Fischartengemeinschaft beinhaltet auch eine vorsichtige und wissenschaftlich begründete Besatzpolitik, in der ausschließlich heimische Fischarten gefördert werden. Weiterhin beteiligt sich die ARGE Nister an Bestandserfassungen mittels Elektrofischerei, die im Rahmen des Lachsprogramms und des Kormoranmonitorings durchgeführt werden.

Die ARGE Nister betreibt Gewässerüberwachung zur Abwendung von Schadensereignissen jeder Art. Hierfür wurde ein Meldesystem eingerichtet, mit dem Einleitungen rasch erfasst werden und die zuständigen Stellen informiert werden können. Aber auch die Einhaltung bestehender Vorschriften für die Wasserkraftwerksbetreiber, wie die erlaubten bautechnischen Gegebenheiten und die zu gewährleistenden Restwassermengen, gehören zu diesem Aufgabenbereich.

Foto: Treibgutabweiser in der Nister