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Nister zwischenzeitlich zugefroren

In den vergangenen eiskalten Tagen fror die Nister an manchen Stellen zu. Andernorts bildeten sich zauberhafte Eisskulpturen.

Die Bewohner des Fließgewässers stört die Kälte jedoch kaum, solange der Fluss nicht überall und nicht bis zum Grund zufriert. Fische suchen tiefere, ruhige Stellen auf, wo die Wassertemperatur konstant 4 Grad Celsius beträgt. Das liegt daran, dass Wasser bei dieser Temperatur die größte Dichte hat und auf den Flussgrund sinkt. Dazu reduzieren viele Fische ihre Aktivität und damit ihren Energieverbrauch im Winter.

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Als Film: Fische unterm Eis

Nasen, Döbel und viele andere heimische Fischarten leben unter dem Eis der Nister. Wie das aussieht, lassen sich anhand der Aufnahmen aus dem Januar 2016 von Manfred Fetthauer gut beobachten.

Der erste Vorsitzende der ARGE Nister, einem Naturschutzverein im Westerwald, der sich für Artenvielfalt und den Schutz des Mittelgebirgsflusses einsetzt.

Die ARGE Nister ist ein Naturschutzverein, der daran mitarbeitet, Artenvielfalt und Qualität des Fließgewässers zu erhalten. Die Nister ist komplett verpachtet. Es gibt hier weder einen Angelverein noch Tageskarten.

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Steinmann-Foto auf Fachzeitschrift

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Bei der Lachs-Kontrollbefischung der ARGE Nister im November 2014 gelangen Frank Steinmann außergewöhnliche Unterwasseraufnahmen von zurückgekehrten geschlechtsreifen Lachsen in der Nister. Nun zierte eines der “sensationellen Fotos eines Lachspaares” den Titel der Septemberausgabe der Fachzeitschrift “gewässer-info – Magazin zur Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung”. Das Organ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) schreibt dazu: “Der Nachweis von Rückkehrern ist vor allem ein Erfolg der jahrelangen Wiederansiedlungsbemühungen und eine Bestätigung der Arbeit der ehrenamtlichen und behördlichen Lachsfreunde in Rheinland-Pfalz.“

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Forellenbericht 2015

Auf ein Neues: Auch in diesem Jahr erreichten uns mehr als Hunderttausend Bachforelleneier, aus denen kräftige kleine Fischlein schlüpfen sollten.

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Doch zunächst mussten erst einmal die Brutkästen inspiziert und vorbereitet werden, bevor die Eier auf die einzelnen Bretter verteilt werden konnten.

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Frisches, durch silikathaltiges Gestein auf den passenden pH-Wert gebrachtes Wasser umspült die Forelleneier in unserer Anlage den gesamten Tag. Das braucht der heimische Fischlaich, der in der Natur im Kiesbett inmitten von Rauschen von sauerstoffreichem Nass versorgt wird.

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Foto: Silikathaltiges Gestein passt den pH-Wert an.

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Auffällig viele Eier starben in den ersten drei Wochen bis zum großen Schlüpfen ab und wurden weiß. Verpilzungen hatten wir dagegen so gut wie keine. Doch die Larven, die schlüpften, waren klein und häufig auch schwach: Sie blieben in den Eierschalen stecken und verstarben.

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Am 21. Februar setzen wir die ersten Fische nach Aufzehren des Dottersacks in die Anlage in Burbach um. Hier fühlten sie sich wohl, wuchsen aber bis heute sehr langsam. Vermutlich waren die lange andauernden kalten Temperaturen dafür verantwortlich. Daneben hatten wir die Futtermarke gewechselt. Ob das so einen großen Einfluss auf die Größe der Forellen haben kann, werden wir im kommenden Jahr wissen, wenn wir wieder auf das bewährte, aber deutlich teurere Futter zurückgreifen.

Inzwischen sind einige Forellen bereits ausgesetzt – fit und aktiv, aber etwa 40 Prozent kleiner als 2014 zum Zeitpunkt des Besatzes. Immerhin sind ca. 97 Prozent der als kleine Fische in die Bottiche gesetzten Forellen zu größeren Fischen herangewachsen. Trotz der langanhaltenden Wasserknappheit konnten wir den fünfmaligen Wasserwechsel am Tag in den Becken gut durchhalten.

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Ein schöner Moment ist nach wie vor der, wenn sich die kleinen Forellen bärenstark und selbstverständlich in die Strömung der NIster stellen, sofort auf Futterfang gehen und sogar nach Mücken springen. Das tun sie auch 2015 – im Prinzip ist es also wieder ein erfolgreiches Forellenjahr.

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Drei Lachsrückkehrer gesichtet

Insgesamt drei paarungswillige Lachse – zwei Männchen und Weibchen – gingen den Engagierten der Arge Nister bei zwei halbtägigen Kontrollbefischungen ins Netz. Sie hatten den Weg aus dem Meer durch die Fließgewässer in Deutschland unbeschadet und erfolgreich überstanden. Für die Naturschützer waren die Fänge erfreuliche Momente einer ansonsten eher erschreckenden Fahrt.

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Denn auf weiten Strecken war die Nister nahezu leer. Kilometerweit höchstens mal ein oder zwei Fische, oft kein einziger: Mehr reagierten nicht auf den leichten Strom, mit dem Wasserbewohner wie Nasen, Döbel, Forellen und Lachse bei den Kontrollbefischungen kurzzeitig betäubt werden. Selbst ein Laie bemerkte schnell, dass es die unbewohnten Streckenabschnitte waren, an denen kein Fisch auftauchte. Der Unterschied zu den Abschnitten durch Dörfer oder an Häusern vorbei war zu deutlich. Dort reagierten häufig fast schon Schwärme von Fischen. Zudem waren viele Gruppen dort an etwas entfernten Stellen gut im Wasser zu sehen.

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Unter den kontrollierten Fischen waren entweder größere (über 45 Zentimeter) oder kleine (bis 20 Zentimeter). Der “Mittelstand fehlte” – auch das ein Hinweis auf den Kormoran, der ganz offensichtlich Fische einer gewissen Größe bevorzugt.

Die Lachse mit ihren nahezu 70 Zentimetern Körperlänge fielen aus diesem Raster heraus. Sie laichen hoffentlich in den kommenden Tagen in der Nister ab, sodass es – wenn alles gut geht – bald wilden Nachwuchs im Westerwald gibt.

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Westerwälder Zeitung zieht zum Tag des Fisches Resümee

Zum Tag des Fisches brachte die Westerwälder Zeitung einen sehr guten Artikel unter dem Titel “Längst nicht alle Fische können aufamten” zum Zustand der Gewässer im Westerwaldkreis. Dafür interviewte Redakteur Markus Kratzer den Arge-Nister-Vorsitzenden Manfred Fetthauer. Herausgekommen ist ein unserer Ansicht nach sehr interessanter und gut verständlicher Text, der die wichtigsten Dinge auf den Punkt bringt. Ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen: Der Kilometer Renaturierung Fließgewässer in Bayern kostete 180.000 Euro (nicht, wie fälschlich angegeben, 580.000 Euro).

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Nasen – Weidetiere des Fließgewässers

Wo Nasen sind, ist das Gewässer sauber, titelte die Westerwälder Zeitung im Juni 2012. Diese Beobachtung von Manfred Fetthauer wird derzeit wissenschaftlich belegt.

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Foto: Eine deutliche Spur von Nasenfraß auf einem veralgten Stein

Dort wo Nasen in der Nister stehen, sind die Kiesbänke sauber abgefressen. Kein Algenbewuchs ist dort auf den Steinen zu sehen. Das bedeutet, dass die Algen hier nicht blühen können, der Sauerstoffgehalt in für die Lebewesen im Fluss optimalen Bereichen bleibt, ebenso wie der pH-Wert.

Nicht zuletzt deshalb wird der Nasenbestand gerade im Rahmen des BLE-Projekts wissenschaftlich untersucht. Durch Biomanipulation – in diesem Fall von Menschen gesteuerten Fischbesatz – soll der Nasenbestand aufgestockt werden. Denn bisher geht der Nasenbestand besonders in den ungestörten, von Menschen unbewohnten Abschnitten der Nister gegen Null.

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Foto: Nasen schaben mit ihren unterständigen Maul die Algen sauber vom Untergrund

Die ARGE macht dafür die Rückkehr des Kormorans hauptverantwortlich, stößt mit dieser These aber nach wie vor bei den großen Naturschutzverbänden BUND und Nabu auf Widerstand. Dort machten Vogelschützer und -liebhaber den Kormoran 2010 zum Vogel des Jahres.

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Forellen 2014 wachsen und gedeihen

Täglich ein bisschen größer werden die kleinen Forellen in der Anlage in Burbach. Vor wenigen Monaten aus rosa Eiern geschlüpft, bekommen die Jungfische inzwischen bereits „Babynahrung 2“, etwas grobkörnigeres Pulver zur Fischernährung. Wie die Großen stellen sie sich in die stetige Strömung, die die Becken durchfließt. Nur wenige der kleinen Fische sind bisher gestorben, was ein gutes Zeichen ist.

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Manfred Fetthauer füttert die Tiere täglich und sieht nach dem Rechten. Zusammen mit Maja Wagener säubert er am Wochenende die Abflüsse und Becken, salzt nach Bedarf und sorgt so dafür, dass die Fische die besten Voraussetzungen für ein  langes und gesundes Leben haben.

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Auf viele Kleinigkeiten müssen die Fischzüchter achten: dass die Strömung rechts herum fließt und nicht zu stark und nicht zu schwach ist. Dass der Sauerstoffgehalt im Wasser immer ausreichend hoch ist. Dass genügend, aber auch nicht zu viel Wasser im Becken ist. Dass die Temperatur stimmt. Dass die Fische das richtige Futter in genau der richtigen Menge bekommen. All diese Faktoren werden immer wieder an die Forellen angepasst. Denn mit jeder Woche, in der die Fische größer werden, verändern sich die Bedürfnisse. Keine ganz leichte Aufgabe, aber eine, die großen Spaß macht!

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Natriumchlorid, also ganz normales Kochsalz, wird dem Wasser etwa ein bis zwei Mal im Monat zugegeben. Es wird in einem Eimer Wasser aufgelöst (hier von einer jungen Helferin) und mit der Strömung langsam ins Becken gegeben. Das Salz macht die Fische widerstandsfähiger und sorgt dafür, dass sie gesund bleiben

Forellen 2014 bevölkern Nister


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Zufrieden beobachteten Manfred Fetthauer und Maja Wagener, wie sich die kleinen Bachforellen in die Strömung der Nister stellten.
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Eimerweise hatten sie die Jungfische an dem sonnigen Apriltag an verschiedenen Stellen und Rauschen in den kleinen Westerwälder Fluss eingesetzt. Nach all den Monaten der Hege und Pflege war das ein besonderer Moment. Denn nur, wenn sich die Bachforellen sofort im Bachbett verteilen, sich hinter Steinen verbergen und in die Strömung stellen, haben sie gute Voraussetzungen für das Leben in Freiheit. Die etwa drei Zentimeter großen Jungfische passten sich sofort an.

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Etwa 2000 Fische verteilten die beiden an diesem Tag. Weitere Bachforellen wurden von den Pächtern weiterer Nisterabschnitte abgeholt und ausgesetzt. Auch in Fließgewässern in Westerburg und Weyerbusch leben nun Burbacher Forellen. In den kommenden Wochen werden bis auf etwa 1000 Forellen alle in die Nister und ihre Nebengewässer eingesetzt. Die restlichen Bachforellen dienen als Wirte für die Glochidien der Flusspermuscheln, die auch in diesem Jahr wieder gewonnen werden.