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Zum dritten Mal motivierte Teilnehmende

31 motivierte und interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen heute, am zweiten Tag des dritten Gewässerseminar der Uni Koblenz-Landau, Stein-Wingert. Zum Teil waren sie weit gefahren, um hier in die Grundlagen und Details der mittelgebirgischen Fließgewässerökologie eingeweiht zu werden. Den weitesten Anfahrtsweg hatte wahrscheinlich der Teilnehmer von der Naturschutzstation Wattenmeer in Norderney.

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Der milde April-Tag begrüßte seine Gäste schon morgens mit strahlendem Sonnenschein. Nach dem Einstiegstag im Labor der Koblenzer Hochschule unter der Leitung von Dr. Carola Winkelmann stand nun Gewässerpraxis an der frischen Luft auf dem Programm. Nach dem Besuch in der Anlage in der Stein-Wingerter Au, wo Manfred Fetthauer Naseneier präsentierte und die schwierige Aufzucht der Jungnasen skizzierte, ging es an die Steinerne Brücke.

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Bis Mittag lernte die Gruppe sieben der neun versprochenen Fischarten kennen, darunter die Ukelei, die Groppe und den Döbel. Lebensweise, bevorzugte Nahrung und die jeweilige Aufgabe  im Ökosystem wurden besprochen. Verpflegt wurden die Gewässerfachleute über den Tag aufs Köstlichste von Resi Fetthauer im Dorfgemeinschaftshaus in Stein-Wingert.

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Zu Gast war wieder einmal das SWR-Fernsehen. Wer heute (04.04.2017) liest, findet sicher einen kleinen Beitrag ab morgen Mittag in SWR RLP aktuell.

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Nachklang zum Besuch der Naturschutzwarte

2016 waren die Naturschutzwarte des Westerwaldvereins zu Besuch bei der ARGE Nister. In einem ausführlichen Bericht lassen Hartmut König, Fachbereichsleiter für Natur- und Umweltschutz des Westerwaldvereins, und Manfred Fetthauer, 1. Vorsitzender der ARGE Nister, die schöne Veranstaltung noch einmal Revue passieren.

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Nistervertrag in Feierstunde unterzeichnet

Viel wurde über die feierliche Unterzeichnung des Nisterprogramms berichtet. Die ARGE Nister freut sich sehr über die Unterstützung bei der Arbeit für den Erhalt der Flussperlmuschel. Eine mutmachende Neuigkeit gibt es in dem Zusammenhang bereits zu berichten: Unser Fachmann für Muscheln, Biologe Roman Hugo, fand Ende März 2017 an einer neuen Stelle eine lebende Flussperlmuschel. Dafür arbeiten wir.

https://sgdnord.rlp.de/de/service/pressemitteilungen/detail/news/detail/News/sgd-nord-vereinbarung-zum-nisterprogramm-unterzeichnet/

http://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/56194-nisterprogramm-wurde-in-einer-feierstunde-unterzeichnet

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/westerwald_artikel,-ministerin-unterzeichnet-vertrag-nisterprogramm-soll-flussperlmuschel-retten-_arid,1626049.html

http://www.spd-mörlen.de/meldungen/aus-der-internetzeitung-ww-kurier-de-nisterprogramm-wurde-in-einer-feierstunde-unterzeichnet/

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Nister zwischenzeitlich zugefroren

In den vergangenen eiskalten Tagen fror die Nister an manchen Stellen zu. Andernorts bildeten sich zauberhafte Eisskulpturen.

Die Bewohner des Fließgewässers stört die Kälte jedoch kaum, solange der Fluss nicht überall und nicht bis zum Grund zufriert. Fische suchen tiefere, ruhige Stellen auf, wo die Wassertemperatur konstant 4 Grad Celsius beträgt. Das liegt daran, dass Wasser bei dieser Temperatur die größte Dichte hat und auf den Flussgrund sinkt. Dazu reduzieren viele Fische ihre Aktivität und damit ihren Energieverbrauch im Winter.

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Zweites Gewässerseminar erfolgreich, drittes geplant

Auch das zweiten Seminar „Gewässerökologie für Naturschutzpraktiker“, dass vom Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung der Uni Koblenz Landau, der Deutschen Gesellschaft für Limnologie und der Arge Nister angeboten wurde, war mit 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wasserwirtschaft und Naturschutz wieder ausgebucht. Unter der Leitung von Dr. Carola Winkelmann wurden am ersten Tag in den Räumen der Universität in Koblenz unter anderem die Themen Lebensräume Fliessgewässer, natürliche Steuer- und Regelprozesse in Fließgewässern, anthropogene Stressoren und Gewässerschutz aus wissenschaftlicher Sicht behandelt.

Der zweite Tag stand im Zeichen der Praxis. Während einer Exkursion an die Nister erläuterte Manfred Fetthauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Nister unter dem Titel „Selbstreinigungskraft – eine verlorene Funktion unserer Gewässer“ die momentan problematische Situation an der Nister. Sei dem Auftreten des Kormorans am Gewässer sind vermehrt Algenblüten zu beobachten, die auch die Bestände seltener Arten (Atlantischer Lachs, Flussperlmuschel) bedrohen. Fetthauer prognostizierte, dass die Ziele der bis 2027 umzusetzenden Wasserrahmenrichtlinie unter den gegebenen Umständen wohl nicht erreicht werden – und das sei nicht nur an der Nister der Fall.
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Foto: Eva Maria Finsterbusch, Landesamt für Umwelt

Anschließend ging es dann zu einer kurzen Elektrobefischung und Artbestimmung an die Nister, danach an die Forschungstrecke des BIOEFFKT-Projektes. Hier konnte Manfred Fetthauer den erstaunten Teilnehmern zeigen, wie Fische die Algen abweiden. Anhand von Kleinstlebewesen zeigte Dr. Winkelmann, dass das Gewässer sich insgesamt in einem Schwebezustand zwischen Gut und Schlecht befindet, aber in der Strecke mit Fischen bessere Lebensbedingungen herrschen.

Fazit einer Teilnehmerin zum Schluss: „Ich bin froh das ich an diesem Seminar teilgenommen habe. 20 Jahre nach meinem Studium gibt es doch viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die dazu beitragen können, unserer Nachwelt bessere Gewässer zu hinterlassen.“

Aufgrund der regen Nachfrage ist eine Wiederholung des Seminars im April 2017 geplant.

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Trauer um Lothar Jörgensen

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Liebe Mitglieder und Freunde der ARGE Nister,

wir trauern um

Lothar Jörgensen,
Fischereibiologe und Fischerei-Referent bei der SGD Nord in Koblenz,

der am am Freitag, 22. Juli, 15 Uhr, nach sehr kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Lothar Jörgensen war uns lange Jahre ein kompetenter, wichtiger Ansprechpartner und wurde in der Zeit der gemeinsamen Zusammenarbeit zu einem guten Freund. Unermüdlich setzte er sich für den Gewässerschutz an der Nister ein, war jederzeit für uns da und brachte viele wichtige Projekte auf den Weg.

Mit ihm verlieren wir einen wichtigen Berater, Unterstützer und sehr angenehmen Menschen.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

In tiefer Trauer

Manfred Fetthauer
Erster Vorsitzender der ARGE Nister e.V.

Stein-Wingert im Juli 2016

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Erstes Bündnis-Treffen

Aktive und Engagierte trafen sich zum ersten Treffen des Bündnisses für die Flussperlmuschel, dem so genannten Nister-Komitee, im Dorfgemeinschaftshaus in Stein-Wingert. Hier erhielten die Teilnehmenden Informationen von Fachleuten wie dem Muschel-Biologen Roman Hugo oder dem Neophyten-Fachmann Fred Duscha.

Gemeinsam kämpfen die SGD Nord, die Vertreter der Landkreise und Naturfreunde, darunter die ARGE Nister, mit Gleichgesinnten in verschiedenen Arbeitskreisen für das Überleben der Fussperlmuschel.

Welche Maßnahmen genau geplant sind und umgesetzt werden, zeigt der Flyer der SGD, der hier herunterzuladen ist: https://sgdnord.rlp.de/fileadmin/sgdnord/Wasser/Aktion_Blau_plus/Nister_Flyer_Homepage.pdf

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Beitrag von 2011 bestätigt Thesen

Seit Jahren weist die ARGE Nister, allen voran Manfred Fetthauer, auf die Selbstreinigungskraft des Flusses und deren Störfaktoren hin. In seinem Beitrag „Die Selbstreinigungskraft der Fließgewässer – eine vergessene Funktion?!“ von April 2011 kommt Dr. Werner Bauer vom Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg zu den gleichen Schlüssen. Was Dr. Bauer schon 2011 beschreibt, ist mittlerweise an vielen Gewässern in Deutschland Wirklichkeit geworden – mit allen beschriebenen Folgen.

Seite 1 des Beitrags finden Sie unter Bauer 1, Seite 2 unter Bauer2.

Veröffentlicht mit der Erlaubnis von Dr. Werner Bauer und dem Verband Bayerischer Berufsfischer e.V. in seiner Zeitschrift „Fischer & Teichwirt“, Nürnberg, Ausgabe 04/2011.

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Kurs für Gewässerökologie

Neues Weiterbildungsangebot der Universität Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit der ARGE Nister / Obere Wied e.V.

Im Sommersemester 2016 wird die Universität Koblenz-Landau erstmals eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme zur Gewässerökologie für Mitarbeiter/innen im haupt- und ehrenamtlichen Naturschutz durchführen. Das zweitägige Seminar richtet sich an alle Interessierten, die sich beruflich oder als sachkundige Bürger im Naturschutz mit Fragen des Gewässerschutzes beschäftigen. Das Seminar unter Leitung von Dr. Carola Winkelmann findet am 4. und 5. April 2016 statt, Anmeldeschluss war der 15. März 2016.

Ziel des zweitägigen praxisorientierten Seminars, das in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e.V. sowie des Gewässerschutzverbands ARGE Nister / Obere Wied e.V. (Westerwald) durchgeführt wird, ist es, haupt- und ehrenamtlich im Naturschutz Tätigen die wichtigsten gewässerökologischen Grundlagen zu vermitteln. Ein solides wissenschaftliches Fundament ist notwendig um in der täglichen Arbeit der Naturschutzpraxis für jeden Einzelfall die wichtigsten Gewässerschutzmaßnahmen zu erkennen.