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Nachklang zum Besuch der Naturschutzwarte

2016 waren die Naturschutzwarte des Westerwaldvereins zu Besuch bei der ARGE Nister. In einem ausführlichen Bericht lassen Hartmut König, Fachbereichsleiter für Natur- und Umweltschutz des Westerwaldvereins, und Manfred Fetthauer, 1. Vorsitzender der ARGE Nister, die schöne Veranstaltung noch einmal Revue passieren.

Westerwaldverein 2017

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„Wenn der Fluss krank ist“ – Drittes Gewässerseminar mit der Uni Koblenz

Zum Sommersemester 2017 bietet die Universität Koblenz-Landau gemeinsam mit Manfred Fetthauer von der ARGE Nister zum dritten Mal eine Fortbildungsmaßnahme für Mitarbeiter des haupt- und ehrenamtlichen Natur- und Gewässerschutzes an. Das Seminar „Gewässerökologie und Gewässerschutz“ findet am 3. und 4. April 2017 statt, Anmeldeschluss ist der 15. März 2017.

Zwei erfolgreiche Durchgänge im Jahr 2016 mit insgesamt rund 60 Teilnehmer haben gezeigt: Das Interesse an Gewässerökologie und Gewässerschutz sowie der Bedarf an fachlich fundierter Weiterbildung, die aktuelle Probleme und moderne Konzepte des Gewässerschutzes thematisiert, ist groß. Viele Fließgewässer in Deutschland sind gegenwärtig von den Zielen der bis 2027 umzusetzenden Wasserrahmenrichtlinie noch weit entfernt. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es weiterhin großer Anstrengungen aller beteiligten Akteure, der Landwirtschaft und der Kläranlagenbetreiber ebenso wie der Umweltbehörden und der Fischereiverbände.

Am Beispiel des Flusses Nister im nördlichen Rheinland-Pfalz führt die Leiterin der Arbeitsgruppe Fließgewässerökologie an der Universität Koblenz-Landau, Dr. Carola Winkelmann, den Seminarteilnehmern vor Augen, dass nicht pauschale Maßnahmenplanungen am ‚grünen Tisch‘ zum Erfolg führen können, sondern dass jeder Fluss und jeder Bach individuell hinsichtlich seiner hydrogeographischen und ökologischen Ausgangslage wie seiner anthropogenen Gefährdungen analysiert und dem entsprechend auch ‚therapiert‘ werden muss. Dies setzt ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz in der Beurteilung des ökologischen Zustands eines Gewässers wie auch für geeignete Maßnahmenplanungen voraus.

Hierzu will auch das Seminar im April 2017 wieder beitragen, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e.V. sowie dem Gewässerschutzverband ARGE Nister / Obere Wied e.V. durchgeführt wird. Teilnehmen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des haupt- und ehrenamtlichen Natur- und Gewässerschutzes, aus Umweltbehörden, der Wasserwirtschaftsverwaltung, von Fischerei- und Naturschutzverbänden sowie Gewässerschutzbeauftragte in Industrie- und Versorgungsunternehmen. Grundkenntnisse in Gewässerökologie werden vorausgesetzt.

30 Plätze sind für das Seminar am 03./04. April 2017 an der Universität in Koblenz zu vergeben, die Teilnahmegebühr beträgt 240,00 Euro. Weitere Informationen gibt es online unter https://www.uni-koblenz-landau.de/de/zfuw oder bei Norbert Juraske unter umwelt@uni-koblenz.de sowie 0261 287 1520.

(Text: Uni Koblenz)

 

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Beitrag von 2011 bestätigt Thesen

Seit Jahren weist die ARGE Nister, allen voran Manfred Fetthauer, auf die Selbstreinigungskraft des Flusses und deren Störfaktoren hin. In seinem Beitrag „Die Selbstreinigungskraft der Fließgewässer – eine vergessene Funktion?!“ von April 2011 kommt Dr. Werner Bauer vom Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg zu den gleichen Schlüssen. Was Dr. Bauer schon 2011 beschreibt, ist mittlerweise an vielen Gewässern in Deutschland Wirklichkeit geworden – mit allen beschriebenen Folgen.

Seite 1 des Beitrags finden Sie unter Bauer 1, Seite 2 unter Bauer2.

Veröffentlicht mit der Erlaubnis von Dr. Werner Bauer und dem Verband Bayerischer Berufsfischer e.V. in seiner Zeitschrift „Fischer & Teichwirt“, Nürnberg, Ausgabe 04/2011.

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Kurs für Gewässerökologie

Neues Weiterbildungsangebot der Universität Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit der ARGE Nister / Obere Wied e.V.

Im Sommersemester 2016 wird die Universität Koblenz-Landau erstmals eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme zur Gewässerökologie für Mitarbeiter/innen im haupt- und ehrenamtlichen Naturschutz durchführen. Das zweitägige Seminar richtet sich an alle Interessierten, die sich beruflich oder als sachkundige Bürger im Naturschutz mit Fragen des Gewässerschutzes beschäftigen. Das Seminar unter Leitung von Dr. Carola Winkelmann findet am 4. und 5. April 2016 statt, Anmeldeschluss war der 15. März 2016.

Ziel des zweitägigen praxisorientierten Seminars, das in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e.V. sowie des Gewässerschutzverbands ARGE Nister / Obere Wied e.V. (Westerwald) durchgeführt wird, ist es, haupt- und ehrenamtlich im Naturschutz Tätigen die wichtigsten gewässerökologischen Grundlagen zu vermitteln. Ein solides wissenschaftliches Fundament ist notwendig um in der täglichen Arbeit der Naturschutzpraxis für jeden Einzelfall die wichtigsten Gewässerschutzmaßnahmen zu erkennen.

 

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Fernsehbeitrag im SWR

Einen Wetterreport zur Nister sendete der SWR Rheinland-Pfalz in seiner Abendsendung am 23. Februar 2016 um 18.30 Uhr. Bis zum 01. März ist der Beitrag hier zu sehen und steht dort zum Download bereit.

In dem Beitrag geht es um die Nasen in der Nister. In den eineinhalb Minuten beschäftigen sich die Autoren mit dem ökologischen Gleichgewicht, während Manfred Fetthauer kleine Nasen zeigt und deren Aufgabe im Fluss erklärt.

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Fachartikel zu Kormoran

In dem Artikel „WRRL-Qualitätsindikator Fischfauna und Kormoranfraßdruck – wenn trophische Störung Strukturgüte schlägt“ in der Zeitschrift „Korrespondenz Wasserwirtschaft“ (Ausgabe 12/2015) der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft macht Manfred Fetthauer zusammen mit den Biologen Lothar Jörgensen (Obere Fischereibehörde), Florian Krau (Institut für Seefischerei, Hamburg) und Jörg Schneider (BFS-Frankfurt) auf den Fraßdruck aufmerksam, den der Kormoran auf Fließgewässer wie Nister und Ahr ausübt.

Freundlicherweise gestattet uns die DWA die Veröffentlichung des Artikels auf unserer Website. Vielen Dank dafür an Stefan Bröker.

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Als Film: Fische unterm Eis

Nasen, Döbel und viele andere heimische Fischarten leben unter dem Eis der Nister. Wie das aussieht, lassen sich anhand der Aufnahmen aus dem Januar 2016 von Manfred Fetthauer gut beobachten.

Der erste Vorsitzende der ARGE Nister, einem Naturschutzverein im Westerwald, der sich für Artenvielfalt und den Schutz des Mittelgebirgsflusses einsetzt.

Die ARGE Nister ist ein Naturschutzverein, der daran mitarbeitet, Artenvielfalt und Qualität des Fließgewässers zu erhalten. Die Nister ist komplett verpachtet. Es gibt hier weder einen Angelverein noch Tageskarten.

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Bachpatenpreis für ARGE

Mit dem Bachpatenpreis 2015 zeichnete Umweltministerin Ulrike Höfgen die ARGE Nister am Mittwoch, 04. November 2015, in Mainz aus. Manfred Fetthauer, erster Vorsitzender der ARGE Nister, nahm den Preis entgegen. Begleitet wurde er von seiner Ehefrau Resi, jüngeren und älteren ARGE-Mitgliedern, Kooperationspartnern und Unterstützern.

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Die aus dem Westerwald angereiste Gruppe …

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… mit Verstärkung aus VG, Kreisen und SGD Nord.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In angenehm familiärer Atmosphäre stellte die Ministerin die Aktion Blau vor und lobte die engagierten Bachpaten. Bachpatenpreis_ARGE_2855„Die Bachpatenschaften sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement mit Bürgerbeteiligung bei der Renaturierung von Gewässern erfolgreich verzahnt werden kann. Für den Gewässerschutz und die Umweltbildung in unserem Land ist ihre Arbeit  unverzichtbar“, so Ulrike Höfgen. Jeder Verein bräuchte seinen „Motor“, um über Jahre hinweg erfolgreich arbeiten zu können, erklärte sie weiter.

Die gute Arbeit der ARGE Nister sei im Ministerium schon längst bekannt, so die Umweltministerin.

 

 

Schließlich sei die Nister das erste rheinland-pfälzische Gewässer, in dem eine natürliche Vermehrung des Lachses nachgewiesen werden konnte. Daneben sei des besonders die Arbeit mit der Flussperlmuschel, die im Ministerium Kreise gezogen hatte.

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Foto: Finsterbusch /Froessl

 

Das Preisgeld von 1000 Euro und die Urkunde nahm Manfred Fetthauer aus den Händen von Ministerin Höfgen entgegen. Als Preisträger war die ARGE Nister von drei verschiedenen Stellen vorgeschlagen worden – für den ersten Vorsitzenden eine schöne Bestätigung seiner langjährigen und außergewöhnlichen Arbeit.

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Weitere Preisträger waren der Nabu Altenkirchen und der Angelsportverein Eppenbrunn (VG Pirmasens-Land). Auch sie engagieren sich zum Schutz von Fließgewässern.

Einen kleines Glanzlicht der Feier setzte Franziska als Mitglied der ARGE Nister mit ihrem musikalischen Abschiedgruß auf dem Jagdhorn. Sie und Leon waren als jüngste ARGE-Mitglieder mit nach Mainz gekommen.

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Die Pressemitteilung des Ministeriums zeigt noch einmal die Ministerin mit Manfred Fetthauer. Auch der SWR berichtete und die SGD Nord gratuliert.

 

 

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Nasen – Weidetiere des Fließgewässers

Wo Nasen sind, ist das Gewässer sauber, titelte die Westerwälder Zeitung im Juni 2012. Diese Beobachtung von Manfred Fetthauer wird derzeit wissenschaftlich belegt.

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Foto: Eine deutliche Spur von Nasenfraß auf einem veralgten Stein

Dort wo Nasen in der Nister stehen, sind die Kiesbänke sauber abgefressen. Kein Algenbewuchs ist dort auf den Steinen zu sehen. Das bedeutet, dass die Algen hier nicht blühen können, der Sauerstoffgehalt in für die Lebewesen im Fluss optimalen Bereichen bleibt, ebenso wie der pH-Wert.

Nicht zuletzt deshalb wird der Nasenbestand gerade im Rahmen des BLE-Projekts wissenschaftlich untersucht. Durch Biomanipulation – in diesem Fall von Menschen gesteuerten Fischbesatz – soll der Nasenbestand aufgestockt werden. Denn bisher geht der Nasenbestand besonders in den ungestörten, von Menschen unbewohnten Abschnitten der Nister gegen Null.

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Foto: Nasen schaben mit ihren unterständigen Maul die Algen sauber vom Untergrund

Die ARGE macht dafür die Rückkehr des Kormorans hauptverantwortlich, stößt mit dieser These aber nach wie vor bei den großen Naturschutzverbänden BUND und Nabu auf Widerstand. Dort machten Vogelschützer und -liebhaber den Kormoran 2010 zum Vogel des Jahres.