Alle Artikel in: Muscheln

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BfN-Projekt eingeweiht

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Mit vielen illustren Gästen wurde auf dem „Hahnhof“ in Weidenacker bei Wissen das Projekt „Integrativer Artenschutz aquatischer Verantwortungsarten an der Nister“ (Intasaqua) vorgestellt. Auf Initiative der ARGE Nister, Betreiben der Universität Koblenz-Landau, allen voran Dr, Carola Winkelmann, und im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz  werden sich in Zukunft verschiedene Wissenschaftler offiziell und mit insgesamt 1,2 Mio. Euro für den Schutz der Nister einsetzen. (to be continued …)

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Mehr Information geben vorerst die Artikel der Siegener Zeitung und des AK-Kuriers.

 

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Nistervertrag in Feierstunde unterzeichnet

Viel wurde über die feierliche Unterzeichnung des Nisterprogramms berichtet. Die ARGE Nister freut sich sehr über die Unterstützung bei der Arbeit für den Erhalt der Flussperlmuschel. Eine mutmachende Neuigkeit gibt es in dem Zusammenhang bereits zu berichten: Unser Fachmann für Muscheln, Biologe Roman Hugo, fand Ende März 2017 an einer neuen Stelle eine lebende Flussperlmuschel. Dafür arbeiten wir.

https://sgdnord.rlp.de/de/service/pressemitteilungen/detail/news/detail/News/sgd-nord-vereinbarung-zum-nisterprogramm-unterzeichnet/

http://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/56194-nisterprogramm-wurde-in-einer-feierstunde-unterzeichnet

http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/westerwald_artikel,-ministerin-unterzeichnet-vertrag-nisterprogramm-soll-flussperlmuschel-retten-_arid,1626049.html

http://www.spd-mörlen.de/meldungen/aus-der-internetzeitung-ww-kurier-de-nisterprogramm-wurde-in-einer-feierstunde-unterzeichnet/

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Ein ausgezeichnetes Muscheljahr geht zu Ende

Die Jahresabschlussüberprüfung der Lochplatten und unserer liebevoll großgezogenen und schließlich mit Glochidien infizierten Forellen bestätigte: 2014 war für die ARGE Nister ein ausgezeichnetes Flussperlmuscheljahr. Die Jungmuscheln in den Lochplatten waren gut gediehen und gewachsen, und die Kiemen unserer Bachforellen saßen voller gesunder Muschellarven.
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Viel Arbeit war dafür nötig: Im Dezember 2013 und Januar 2014 sortierten wir in stundenlanger Kleinarbeit Forelleneier, um den gesunden das Überleben zu sichern. Von den etwa 120.000 jungen Forellen, die wir erfolgreich großgezogen hatten, wurden knappe 1000 für die Glochidien ausgewählt. Die anderen bevölkern nun die Nister an den unterschiedlichsten Abschnitten.
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Der erste Impfversuch brachte noch nicht das erhoffte Ergebnis: Offensichtlich waren die Muschellarven, die unsere trächtigen Flussperlmuscheln abgegeben hatten noch nicht ausgereift. In den folgenden Wochen wurden die Muscheldamen in eigenen, besprudelten Behältern in der Stein-Wingerter Anlage gehalten und von Jutta Hannappel und Roman Hugo täglich mit frischem Nisterwasser versorgt. Daran sind die Muscheln gewöhnt und es enthält ausreichend Nährstoffe. Die schonende Behandlung machte sich bezahlt: Die beiden Muschelschützer ernteten etwa eine Million hochinfektiöser Glochidien, die schließlich mit den Forellen in Burbach zusammengebracht wurden. Die beprobte Quote war phantastisch: 900 bis 1000 Larven hatten sich an den Kiemen ihrer Wirte festgesetzt.
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Dass die Überwinterung bisher gut funktioniert, zeigte eine erneute Probe: Die Glochidien sind etwas gewachsen und besetzen die Kiemen der nach wie vor gesunden und quicklebendigen Bachforellen in großer Anzahl.
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Das lässt auf eine großartige Ernte im Frühjahr hoffen. Bereits bei den jetzigen kühlen Wassertemperaturen durchlaufen die Larven die ersten Stadien ihrer Metamorphose. Steigt die Temperatur auf 17° C und höher, beschleunigt sich dieser Prozess. Ist die Verwandlung abgeschlossen, lassen sich die fertigen und winzigen Flussperlmuscheln ins Kiesbett fallen. Unsere Larven allerdings werden in spezielle Labore gebracht, wo die Jungmuscheln aufgefangen und auf verschiedene Standorte in Rheinland-Pfalz, Belgien und Nordrhein-Westfalen verteilt werden. So soll die Rückkehr der Flussperlmuscheln in verschiedene Fließgewässer garantiert werden und deren Überlebenschancen gesteigert werden.

Besuch von Gabi Weber

Als Gabi Weber, Mitglied des Bundestags, auf ihrer Wahlkampftour die Anlage der ARGE Nister in Stein-Wingert besuchte, zeigte sie sich interessiert an den Einzelheiten der Glochidiengewinnung. Sie stellte einige Fragen und sah selbst durchs Binokular.
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Manfred Fetthauer unterfütterte bei seinem Vortrag die Muschelaktion mit Informationen rund um das Ökosystem der Nister. Von den Auswirkungen, die der Kormoran offensichtlich auf dessen Gleichgewicht hat, war die engagierte Westerwälder Politikerin erstaunt und erschreckt: „Für mich war der Kormoran bisher einfach ein Vogel. Dass er so große Wirkung hat, war mir nicht klar.“, so Weber.
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