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Kick-off Workshop für neues Projekt

Kick-off Workshop des Projektes Integrativer Artenschutz aquatischer Verantwortungsarten (INTASAQUA, BfN)

Das neue Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben zielt auf den Gewässerschutz und damit den Erhalt der ausserordentlich hohen aquatischen Diversität an der Nister im Westerwand, denn hier findet man neben vielen bedrohten Arten (Bachmuschel, Lachs, Äsche) das letzte Vorkommen der Flußperlmuschel in Rheinland-Pfalz. Daher soll in einem integrativen Ansatz das Gewässer, sein Umland und die Wasserorganismen geschützt werden. In der momentan geförderten Voruntersuchung wird die Situation analysiert, ein Sanierungsplan erstellt und ein Monitoringprogramm entwickelt.
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In einem Kick-off Workshop trafen sich die beiteiligten Wissenschaftler und Bearbeiter um das Untersuchungsdesign zu spezifizieren und einheitliche Analysemethoden festzulegen. Eine Geländebegehung und die Demonstration verschiedener Messmethoden durfte dabei natürlich nicht fehlen.
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Projektpartner:
TU München, Lehrstuhl Aquatische Systembiologie (Prof. J. Geist)
ARGE Nister e.V.
Kreisverwaltung Altenkirchen

(Quelle Text: Universität Koblenz-Landau
Bilder: Manfred Fetthauer)

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Bachpatentag am 09.09. am der Nister

Nach den Veranstaltungen der landesweiten Veranstaltungsreihe in Trier-Quint und Bruchmühlbach-Miesau gestaltet  die ARGE Nister am Samstag, 09. September 2017 im Dorfgemeinschaftshaus von Stein-Wingert den Auftakt der Reihe im Westerwald.

Seit 1997 organisieren und engagieren sich in der Arbeitsgemeinschaft Pächter und Privatpersonen,  um die malerische und ökologisch hochwertige Nister rein zu halten und naturnah zu entwickeln. Nebengewässer der Nister wie Kleine Nister, Schwarze Nister und Hornister sind einbezogen. Die ARGE Nister übernimmt hier für über 45 km Gewässerverlauf die Patenschaft, seit 2004 ebenfalls für den oberen Teil der Wied. Unter anderem fördert sie praktisch, ideell und erfolgreich im Programm LACHS 2020 die Rückkehr des ehemals heimischen Atlantischen Lachses.

Die ARGE Nister und arbeitet neben anderen mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, den Universität Koblenz-Landau und Greifswald, der Verbandsgemeinde Hachenburg, den Ortsgemeinden und Landkreisen, der Unteren Wasserbehörde Koblenz und lokalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen effektiv und erfolgreich zusammen.

Thema der Exkursion ist die Gewässerökologie der Nister.

Manfred Fetthauer zeigt den Einfluss der Fischfauna auf die „Algenblüte“ im Gewässer und thematisiert den Einfluss des Kormorans auf die Fischbestände der Nister.

Zum Bachpatentag:

Die Bachpatentage der Aktion Blau Plus, die 2017 an sechs Samstagen und an sechs verschiedenen Veranstaltungsorten stattfinden, bieten Bachpaten einen Rahmen, eigene Erfahrungen einzubringen. Das Landesamt für Umwelt lädt dazu ein, über die Themen zu diskutieren, die Bachpaten bewegen. In moderierten Gesprächsrunden berichten sie über positive Entwicklungen vor Ort aber auch über Probleme bei der Arbeit als Bachpate. So sollen im Austausch mit anderen Bachpaten neue Anregungen für die Arbeit am „eigenen“ Bach mit nach Hause genommen werden können.

Unter anderem sollen:

  • Ideen für Aktionen entwickelt,
  • Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit erhalten,
  • Experten für spezielle Themen gefunden und
  • Kooperationen gebildet werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen stellen die Gastgeber-Bachpaten im Rahmen einer Exkursion ihre Tätigkeiten an interessanten  Gewässerabschnitten vor.

 

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Nasen und Nachwuchs

Nasen sind für die Reinhaltung der Nister sehr wichtig. Mit ihrem unterständigen, verhornten Maul schaben die Großfische Algen vom Untergrund des Fließgewässers ab. Gut zu sehen sind die Fraßspuren auf einem Laptop, das ARGE-Nister-Mitglied Kim Wortelkamp auf dem Flussgrund fand und fotografierte.

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Foto: Kim Wortelkamp

Für den Kormoran sind die Wasserbewohner ein wichtiges Nahrungsmittel. Das führte in den vergangenen 18 Jahren dazu, dass es immer weniger Nasen in der Nister gab. Deshalb stehen die trächtigen Nasenweibchen in der Laichzeit unter besonderer Beobachtung der ARGE Nister und ihrer Mitglieder. Frank Steinmann sind wunderschöne Unterwasseraufnahmen gelungen. Sie zeigen laichbereite Nasen und deren Eier.

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Laichbereite Nasen (Fotos: Frank Steinmann)

Die unteren vier Aufnahmen sind an der Brücke in Stein-Wingert entstanden._J1A2657 _J1A2686 _J1A2865 _J1A26892Fotos: Frank Steinmann

Daneben arbeiten die Naturschützer seit einigen Jahren daran, in der Anklage in Stein-Wingert eigenen Nachwuchs zu züchten. Da Nasen in Rauschen, stark bewegtem Wasser, ablaichen, verkleben die Eier stark. So haften sie sicher an Steinen, während sie vom sauerstoffreichen Wasser umspült werden. Zum ersten Mal gelang es in der Zucht, diese starken Verklebungen zu lösen, sodass nun Jungnasen in die Nister ausgesetzt werden konnten. Manfred Fetthauer, unter dessen Fittichen die kleinen Fische stehen, veröffentlicht erstmals Aufnahmen der gelungenen Nachzucht.

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Larven im Glas (F
oto: Manfred Fetthauer)