Jahr: 2022

Klare Sicht durch fleißige Muscheln

Ob abgelöste Algen oder eingetragene Feinsedimente aus dem Umland, Muscheln filtern die kleinen Partikel aus der Wassersäule und tragen so zur Selbstreinigung unserer Gewässer bei. Wie das genau aussieht zeigt und erklärt dieser gemeinsam von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und der TU Dresden im Rahmen des Projektes „MARA – Margaritifera Restoration Alliance“ produzierte Filmclip

Fische als Ökosystemdienstleister

Auf der Woche der Umwelt 2021 hatten wir die einmalige Gelegenheit die Bedeutung gesunder Fischbestände, insbesondere von Nase (Chondrostoma nasus) und Döbel (Squalius cephalus), für die Qualität unserer Fließgewässer einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Der Schlüssel für eine gute Gewässerqualität ist dabei die Unterstützung der gewässereigenen Selbstreinigungskraft. Die Selbstreinigungskraft ist die Fähigkeit des gesunden Gewässers  Abfallprodukte natürlichen aber auch menschlichen Ursprungs abzubauen. Hier übernimmt das Kieslückensystem (hyporheisches Interstitial) eine Funktion vergleichbar mit unserer Leber, die uns hilft schädliche Stoffe abzubauen und umzuwandeln.  Bleibt man in dieser Metapher, so sorgen die Fische dafür, dass die Blutzirkulation in der Leber sichergestellt ist, also dass das Kieslückensystem in ausreichendem Maße durchströmt wird, um sowohl neue Stoffe und frischen Sauerstoff einzutragen als auch die Abbauprodukte abzutransportieren.

Die wichtigtsten Zusammenhänge und unser Modellprojekt BIOEFFEKT haben wir auf den folgenden Postern  (zum Vergößern bitte anklicken) und in dem verlinkten YouTube-Video (gerne einen Daumen nach oben da lassen, wenn das Thema interessiert) dargestellt:

Das Kieslückensystem

Eutrophierung

Die Rolle des Kormorans

Biomanipulation zur Unterstützung der Selbstreinigungskraft

Modellprojekt BIOEFFEKT

Modellprojekt BIOEFFEKT – Ergebnisse

Autorin: Dr. Daniela Mewes