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Steinmann-Foto auf Fachzeitschrift

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Bei der Lachs-Kontrollbefischung der ARGE Nister im November 2014 gelangen Frank Steinmann außergewöhnliche Unterwasseraufnahmen von zurückgekehrten geschlechtsreifen Lachsen in der Nister. Nun zierte eines der “sensationellen Fotos eines Lachspaares” den Titel der Septemberausgabe der Fachzeitschrift “gewässer-info – Magazin zur Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung”. Das Organ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) schreibt dazu: “Der Nachweis von Rückkehrern ist vor allem ein Erfolg der jahrelangen Wiederansiedlungsbemühungen und eine Bestätigung der Arbeit der ehrenamtlichen und behördlichen Lachsfreunde in Rheinland-Pfalz.“

Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Limnologie für Madlen Gerke

Madlen Gerke, Doktorandin in der Abteilung Biologie, Teil der AG Fließgewässerökologie (auf dem Bild oben links), erhielt auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie einen Posterpreis. Dieser Publikumspreis wird für die fünf besten Poster auf der Tagung verliehen und beinhaltet neben eine Prämie auch die Einladung zu einem Vortrag in einer wissenschaftlichen Einrichtung. (Text: Uni Koblenz-Landau)

 

Die ARGE Nister gratuliert von ganzem Herzen!

Drei Lachsrückkehrer gesichtet

Insgesamt drei paarungswillige Lachse – zwei Männchen und Weibchen – gingen den Engagierten der Arge Nister bei zwei halbtägigen Kontrollbefischungen ins Netz. Sie hatten den Weg aus dem Meer durch die Fließgewässer in Deutschland unbeschadet und erfolgreich überstanden. Für die Naturschützer waren die Fänge erfreuliche Momente einer ansonsten eher erschreckenden Fahrt.

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Denn auf weiten Strecken war die Nister nahezu leer. Kilometerweit höchstens mal ein oder zwei Fische, oft kein einziger: Mehr reagierten nicht auf den leichten Strom, mit dem Wasserbewohner wie Nasen, Döbel, Forellen und Lachse bei den Kontrollbefischungen kurzzeitig betäubt werden. Selbst ein Laie bemerkte schnell, dass es die unbewohnten Streckenabschnitte waren, an denen kein Fisch auftauchte. Der Unterschied zu den Abschnitten durch Dörfer oder an Häusern vorbei war zu deutlich. Dort reagierten häufig fast schon Schwärme von Fischen. Zudem waren viele Gruppen dort an etwas entfernten Stellen gut im Wasser zu sehen.

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Unter den kontrollierten Fischen waren entweder größere (über 45 Zentimeter) oder kleine (bis 20 Zentimeter). Der “Mittelstand fehlte” – auch das ein Hinweis auf den Kormoran, der ganz offensichtlich Fische einer gewissen Größe bevorzugt.

Die Lachse mit ihren nahezu 70 Zentimetern Körperlänge fielen aus diesem Raster heraus. Sie laichen hoffentlich in den kommenden Tagen in der Nister ab, sodass es – wenn alles gut geht – bald wilden Nachwuchs im Westerwald gibt.

Besuch von Gabi Weber

Als Gabi Weber, Mitglied des Bundestags, auf ihrer Wahlkampftour die Anlage der ARGE Nister in Stein-Wingert besuchte, zeigte sie sich interessiert an den Einzelheiten der Glochidiengewinnung. Sie stellte einige Fragen und sah selbst durchs Binokular.
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Manfred Fetthauer unterfütterte bei seinem Vortrag die Muschelaktion mit Informationen rund um das Ökosystem der Nister. Von den Auswirkungen, die der Kormoran offensichtlich auf dessen Gleichgewicht hat, war die engagierte Westerwälder Politikerin erstaunt und erschreckt: „Für mich war der Kormoran bisher einfach ein Vogel. Dass er so große Wirkung hat, war mir nicht klar.“, so Weber.
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